Kündigung als Chance nutzen
„Die Kündigung meines Meisters hat mich eiskalt erwischt.“
Wer hat diesen Satz nicht schon einmal von einem Unternehmerkollegen gehört?
Die Reaktionen darauf sind völlig unterschiedlich:
- „Wie soll ich jetzt bitte die Aufträge schaffen?“
- „Reisende soll man nicht aufhalten!“
- „Na endlich. Jetzt hat sich mein Problem von selbst gelöst. Der hat eh nicht gepasst.“
Alles menschlich.
Und trotzdem unterschätzen viele Unternehmer die weitreichenden Folgen einer Kündigung.
Kündigung im Betrieb:
Die Auswirkungen werden oft unterschätzt
Was viele nicht bedenken:
Nach dem wahren Grund der Kündigung wird häufig gar nicht richtig gefragt.
Dabei lohnt sich genau diese Reflexion enorm.
Ein Blick in soziale Netzwerke oder Bewertungsportale zeigt schnell:
Es wird über dich als Arbeitgeber gesprochen.
Und leider nicht immer positiv.
Kein Wunder also, dass manche Betriebe trotz Fachkräftemangel noch größere Probleme haben, neue Mitarbeiter zu finden.
Warum Mitarbeiter wirklich kündigen
Viele Unternehmer glauben, sie kennen die Gründe:
- Liebe
- Umzug
- Andere Arbeitszeiten
Ja, das sind reale Gründe.
Aber oft sind sie nicht die ganze Wahrheit.
Der emotionale Kündigungsgrund
In den meisten Fällen steckt noch etwas anderes dahinter.
Und das ist meist emotional:
- Ein Mitarbeiter fühlt sich nicht wertgeschätzt
- Konflikte mit Kollegen bleiben ungelöst
- Das Betriebsklima passt nicht
- Die Führung durch Chef oder Chefin wird als unfair empfunden
- Persönliche Entwicklung findet nicht statt
- Versprechen werden nicht eingehalten
Und ganz wichtig:
Diese Punkte stehen für viele Mitarbeiter vor dem Gehalt.
Was wäre, wenn du den wahren Kündigungsgrund kennen würdest?
Stell dir diese Frage ganz ehrlich.
Denn wenn du etwas nicht weißt, kannst du es auch nicht ändern.
Jetzt kommt der entscheidende Punkt:
Willst du es überhaupt wissen?
Ja? Dann lies weiter.
Nein? Dann kennst du das Ergebnis schon.
Du hast Zeit gespart. Oder eine echte Chance verpasst.
Kündigung eines Mitarbeiters als Chance sehen
Und ja, Kündigungen können eine Chance sein.
Wenn du den wahren Grund kennst, kannst du:
- ähnliche Kündigungen vermeiden
- dein Team langfristig stärker binden
- Führung und Prozesse verbessern
- dein Arbeitgeberimage stärken
Das Kündigungsgespräch richtig führen
Bitte den Mitarbeiter um ein offenes Gespräch. Und bereite dich darauf vor.
Eine mögliche Einleitung könnte so klingen:
„Herr Müller, Sie haben mir gesagt, dass Sie zurück in Ihre Heimat nach Süddeutschland gehen möchten. Trotzdem würde ich mich freuen, wenn Sie mir offen sagen, was ich hätte tun können, damit Sie bei uns geblieben wären.“
Oder:
„Was denken Sie, könnten wir in Zukunft im Betrieb besser machen? Oder ich als Chef oder Chefin? Bitte ganz offen. Ich höre nur zu.“
Ganz wichtig dabei:
- Nicht rechtfertigen
- Nicht argumentieren
- Nicht verteidigen
- Wirklich nur zuhören
- Offene W-Fragen stellen
- Informationen aufnehmen
Bedanke dich am Ende ausdrücklich für die Offenheit.
Wertschätzung bis zum letzten Arbeitstag
Auch wenn der Mitarbeiter geht:
Behandle ihn weiterhin respektvoll und wertschätzend.
Bis zum letzten Tag.
Das spricht sich herum.
Garantiert.
Wann eine Kündigung durch dich sinnvoll ist
Übrigens gilt das Ganze auch andersherum. Wenn ein Mitarbeiter nicht mehr in den Betrieb passt, solltest du nicht zu lange warten.
Warum?
- Es kostet dich Energie
- Es kostet dein Team Energie
- Die Leistung des gesamten Teams sinkt
- Es kostet dich bares Geld
Viele Unternehmer sind überrascht, wie viel neue Kraft plötzlich im Team entsteht, wenn ein echter Störfaktor weg ist.
Auch hier gilt:
Kündigung ja. Aber wertschätzend bis zum Schluss.
Fazit: Kündigung ist nicht das Ende, sondern ein Anfang
Über das Thema Kündigung ließe sich noch viel mehr sagen.
Und genau deshalb interessiert uns deine Meinung.
Welche Erfahrungen hast du gemacht?
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Wir freuen uns auf deine Rückmeldung.
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Quelle Foto: ©[geralt] via pixabay.com
