Teammeeting mit Schreibblock und Laptop zum Thema Effizienz durch Delegieren

Mehr Effizienz durch Delegieren

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Kategorie: Du als Chef, Mitarbeiter

Beim Delegieren wird geführt, gefordert, und gefördert…und du als Unternehmer lernst selbst noch etwas dazu. Ob du willst oder nicht. Als Unternehmer ist es für dich wichtig mehr Effizienz durch Delegieren zu erzielen.

Es fällt jedoch vielen Unternehmern schwer, ihre Aufgaben „nachhaltig“ zu delegieren, da sie es gewohnt sind, seit Jahren alles „selbst zu machen“. Das führt dazu, dass sie nicht „am“, sondern „im“ Unternehmen arbeiten.

Dazu kommt die eigene Denkweise über das Delegieren: Wenn ich etwas delegiert habe, kommt die Aufgabe häufig wieder zu mir zurück. Dann hätte ich es gleich selbst machen können…

Die Frage ist, was ist die Ur-sache, wie kommt es dazu, dass Aufgaben immer wieder zu einem Unternehmer zurückfließen und die Effizienz somit leidet?

In den meisten Fällen fehlt der persönliche Führungsstil.

Es ist deine Art, mit deinen Mitarbeitern umzugehen, die für dich eine tatsächliche Entlastung in den gestellten Aufgaben bedeutet. Es geht nicht darum zu delegieren, sondern Aufgaben vertrauensvoll zu übertragen. Wenn du an deinem Mitarbeiter zweifelst, dass er die Aufgabe fehlerfrei löst, erhälst du ein Ergebnis, das du nicht willst: Das ist die Wirkung!

Darin liegt ein großer Unterschied: In der Übertragung der Aufgabe gehe vertrauensvoll davon aus, dass du deinem Mitarbeiter die Aufgabe zutraust und kommuniziere dies auch mit einem vorweggenommenen Lob. Beispielsweise: Max, ich kann mir nur dich für diese Aufgabe vorstellen, da ich fest davon überzeugt bin, dass du es gut machst aufgrund deiner Fähigkeiten und bisher gezeigten Leistung. Du machst das!

Als Unternehmer hast du sicherlich unterschiedliche Erfahrungen gemacht zum Thema „Delegieren“.

Wenn du einem Mitarbeiter eine Aufgabe überträgst, besteht der Fehler meist darin, dass du nicht fragst, ob er verstanden hat, was du meinst.

Damit ist nicht gemeint, dass du fragst „Max, hast du das verstanden?“. Wahrscheinlich wird Max immer mit „ja“ antworten, weil er nur ungern zugibt, dass er es eben nicht verstanden hat. Du fragst mit einer geschlossenen Frage. So funktioniert Führung nicht!

Besser: „Max, mal sehen ob ich die Aufgabe richtig formuliert habe: Wie hast du es verstanden?“ Max muss jetzt alles wiederholen und du merkst schnell, ob er es tatsächlich verstanden hat. Somit erzielst du deutlich mehr Effizienz in der Mitarbeiterführung.

Die Zeitersparnis ist enorm, denn letztendlich fragt er ja sowieso nach, weil er sich unsicher ist. Oder er fragt gar nicht und dann kostet es richtig Zeit und Geld. Der Grund dafür ist deine Art zu führen! Ob du dies nun akzeptierst oder nicht. Außerdem kannst du dich fragen, ob dein Mitarbeiter sich mit dem internen Umfeld zur Erfüllung der Aufgabe wirklich auskennt. Nur allzu häufig gibt es Mitarbeiter, die seit 20 Jahren immer wieder die gleichen Fehler machen, …weil Sie beispielsweise NIE wirklich eingearbeitet wurden!

So klappt es mit der Effizienz durch Delegieren:

1. Schaue auf deine Aufgaben, welche du an wen „übertragen“ willst und lobe deinen Mitarbeiter im Voraus: Das spornt ihn an, die Erwartung zu erfüllen: Mein Chef traut mir das zu!
2. Setze dir künftig einen Anker, der dich darin erinnert, dass du dich mit einer W-Frage rückversicherst, ob dein Mitarbeiter die Aufgabe verstanden hat.
3. Lasse dir Feedback geben, wie die Aufgabe gelöst wurde und lobe nochmals.
Wenn Rückfragen kommen: Nicht gleich beantworten! Antworte stets mit einer Gegenfrage: „Wie könntest du das lösen?“; „Wo meinst du, findest du die Information?“. Wenn du stets antwortest, kann dein Mitarbeiter nicht selbständig denken! Weil du es ja für IHN übernimmst. Sporne deine Mitarbeiter an, gleich mit Lösungen zu dir zu kommen. So wird dein Mitarbeiter in der Ausführung seiner Aufgaben immer sicherer und fragt von Mal zu Mal weniger nach.

Eine kleine Geschichte zum Schluss (ein Tatsachenbericht)

Eine korrekte Zeiteinteilung zu planen ist keine leichte Aufgabe. Die zeitliche Durchführung hängt von vielen Faktoren ab. Sachliche, bauliche, Wissen, gesundheitliche, etc.

Ein Meister hat mir folgendes berichtet: Die Fertigstellung eines Bauvorhabens eines Kunden war bis Freitag geplant. Die Arbeit war bereits schon am Mittwoch fertig gestellt worden. Dies hatte der Mitarbeiter dem Meister aber nicht berichtet, da er ja noch bis Freitag Zeit gehabt hatte….

Der Meister war erstaunt und wunderte sich, dass er nicht informiert wurde, aber Mitarbeiter denken nun mal anders. Der Meister fragte mich, was er tun könne. Ganz einfach, er sollte in Zukunft den Mitarbeiter bei der Planung mit einbeziehen. Wie? Vor der Angebotserstellung? Ja, klar! Mein Tipp: Sage ihm, dass er ja über eine hohe Fachkompetenz verfügt und sehr gut einschätzen kann, wie lange er unter normalen Umständen braucht. Gesagt, getan! Ergebnis: Der Mitarbeiter fühlt sich nun wertgeschätzt, hat mitentschieden und gibt sich nicht die Blöße es „nicht zu schaffen“ …und wenn, erhälst du rechtzeitig ein Feedback.

Viel Erfolg und bis zum nächsten Blog? Wenn du mehr Informationen wünschst, sprich uns gerne an

Herzliche Grüße
Susanne Hasemann

Foto Quelle : Pexels

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